Aktuelles

Familienberatungsstelle - Telefon: 06421-67119

Geschäftsstelle: Tel. (0 64 21) 6 71 57

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Wenn Sie Informationen benötigen, die Sie auf unserer Seite nicht finden, zögern Sie nicht, uns anzurufen oder eine Mail zu schicken.

Wir sind weiterhin für Sie da.

Beratungen finden telefonisch statt und in ausnahmefällen unter den üblichen Schutzmaßnahmen auch persönlich.

Die Beraterinnen und Berater am Kinder- und Jugendtelefon haben ihre Beratungszeiten erweitert - auch Samstags sind wir jetzt für Euch da.

Mo. - Sa. von 14 - 20 Uhr.

Und wenn Ihr lieber schreiben wollt: die e-mailberatung ist immer für Euch da.

Beschäftigungsmöglichkeiten für und mit Kindern

Veränderte Alltagssituation:

Viele Eltern sind in diesen Tagen angespannt und ratlos: Arbeit zu Hause -  und was tun mit den Kindern?

Können Sie die gemeinsame Zeit so nutzen, wie es sonst im Alltag vielleicht nicht möglich ist?

Selbstfürsorge:

Kinder und Eltern sollen sich gleichermaßen wohl fühlen – denn gestresste Eltern sind für Kinder doppelt so stressig und nicht zu verstehen. 

Sorgen Sie gut für sich, dann können Sie auch gut für Ihre Kinder sogen.

Beschäftigung:

Kaum ein Erwachsener kann und will ohne Pause mit den Kindern spielen. Dies ist auch nicht sinnvoll. Ein Bisschen Langeweile macht kreativ und Ruhephasen, in denen die Kinder Wolkenbilder am Himmel entdecken können, gibt es in Zeiten von Tablet, PC und Handy kaum noch.

Trotzdem kommt hier eine Anregung zu Ihrer Entlastung - keine Richtlinie!

Machen Sie klare Zeitangaben: „Ich arbeite jetzt bis..... Dann kochen wir zusammen das Mittagessen. Was möchtest Du bis dahin tun?“

Sie können sich jeden Tag eine besondere Aktivität vornehmen - haken Sie ab, was Sie schon erlebt haben und notieren Sie die „Favoriten“.

  • Brettspiel
  • Kartenspiel
  • Puzzle
  • Spielen mit Luftballons oder Ball
  • Spielen mit Kuscheltieren/Puppen
  • Kaufladen spielen (mit Sachen aus der Küche?)
  • Ein neues Lied singen /beibringen
  • Bewegungsspiele im Freien
  • Fangen
  • Klettern
  • Verstecken (geht auch in der Wohnung)
  • Enten oder Schwäne füttern
  • Haben Sie noch ein Kasperltheater/Handpuppen – sonst tun es auch Socken und ein Karton der zum Theater umfunktioniert wird.
  • (eigene Idee)..............................................................

 

Haushalt als Lernspiel:

Erledigen Sie Hausarbeiten mit Ruhe gemeinsam mit den Kindern – auch wenn die von Ihnen sonst so schnell erledigten Handgriffe viel mehr Zeit brauchen.

Lassen Sie ihr/e Kinder das Gemüse, den Salat, das Obst waschen, lassen Sie beim Zubereiten der Speisen helfen: Abwiegen auf der Küchenwaage, Rühren, Kneten oder auch nur erklären, was Sie gerade tun. Probiert werden darf natürlich zwischendurch auch.

Aufräumen und Abwaschen gehört auch dazu – mit Ruhe und Geduld.

Staubsaugen, Fenster putzen (von innen, auch wenn Sie anschließend noch nachputzen müssen), Waschmaschine befüllen usw. all das macht vielen Kindern Spaß, wenn sie selber aktiv werden dürfen und ohne Kritik, Druck oder Stress angeleitet werden.

Bevor Sie doch die Nerven verlieren: Rufen Sie beim Elterntelefon an: 0800 111 0 550 - bundesweit, anonym und kostenlos

Hier finden Sie unsere Vorgehensweise bei Insanspruchnahme der
Insoweit erfahrene Fachkräfte (ISEF)
im Falle des Verdachtes auf eine Kindeswohlgefährdung nach § 8a und 8b SGB VIII (KJHG) und § 4 KKG :

1. Terminvereinbarung
Zu unseren Sprechzeiten (Montag und Mittwoch 9-12 Uhr und Donnerstag 14-16 Uhr) ist eine Beraterin persönlich anwesend. Außerhalb der Sprechzeiten ist ein Anrufbeantworter geschaltet. Dieser, sowie unsere Email (beratung(at)kinderschutzbund-marburg.de) werden täglich mehrmals überprüft, so dass Sie meist am selben Tag eine Antwort erhalten. Beratungstermine werden so schnell wie möglich, spätestens innerhalb einer Woche, vergeben. (Tel. 0 64 21-6 71 19)

2. Vorbereitung
Es ist günstig, die vorhandenen Informationen und Unterlagen (Fallverläufe, Gesprächsnotizen etc.) während der Beratung zur Hand zu haben. Hier ist allerdings darauf zu achten, dass die Informationen nur anonymisiert bzw. pseudonymisiert an uns weitergegeben werden dürfen.

3. Phasen des Beratungsprozesses
Die Einschätzung von Gefährdung ist meist keine einmalige Bewertung, sondern prozessorientiert.
Typische Phasen dieses Prozesses sind:
- Orientierung (Informationssammlung und Erstbewertung)
- Beziehungsaufnahme vorbereiten (Eltern und Kinder/Jugendliche einbeziehen und auf Hilfe hinwirken)
- Prozessorientierte Bewertung (Akute Gefährdung einschätzen, Gefährdungsprognose erstellen und Hilfeideen entwickeln)
Die Anzahl der Beratungen ist nicht vorgegeben. Je nach Fall kann ein Gespräch ausreichend oder es können auch mehrere Gespräche notwendig sein, um die Einschätzung abzuschließen. Als unabhängige und nicht persönlich in den Hilfeprozess involvierte Beraterinnen besteht unsere Aufgabe darin, Ihnen zu mehr Einschätzungs- und Handlungssicherheit zu verhelfen.

Ulrike Schütz und Annegret Schulte